Lesung Ruth Schweikert: «Tage wie Hunde»

Text: Therese Studinger. Bild: Mirjam Strassburger

Ende Oktober 2020 konnte in der Gemeindebibliothek die geplante Lesung mit der bekannten Schweizer Autorin Ruth Schweikert gerade noch durchgeführt werden, bevor die Covid-19-Massnahmen wieder verschärft wurden. Alle Besucher und Besucherinnen haben aber den Abend sehr geschätzt und waren froh, der Lesung trotz Maskenpflicht beigewohnt zu haben.
Ruth Schweikert wurde 1965 in Lörrach geboren und ist in Aarau aufgewachsen. Sie hat eine Theaterausbildung in Deutschland absolviert und arbeitet heute als Dozentin, Kolumnistin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin von Romanen und Theaterstücken. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Ruth Schweikert ist auch aktiv in der Politik und lebt mit ihrer Familie in Zürich.
Für die Lesung in unserer Bibliothek hat Ruth Schweikert ihr Buch «Tage wie Hunde» ausgewählt. Dieses ist ihr persönlichstes Werk und das Erste, das in Ich-Form geschrieben ist. Ausgangspunkt dieses Buches war die Diagnose Brustkrebs der Autorin. Ruth Schweikert hat auf den niederschmetternden Bericht mit Schreiben reagiert und viele ihrer Gedanken und ihrer feinfühligen Beobachtungen im Spital, im Bekanntenkreis und in ihrer Umgebung zu Papier gebracht. Dabei hat sie alle Bezugspersonen nur mit dem Anfangsbuchstaben angesprochen. Die Idee aus diesen tagebuchartigen Aufzeichnungen ein Buch zu verfassen, kam erst später mit der Heilung. So ist «Tage wie Hunde» auch nicht chronologisch im zeitlichen Ablauf aufgebaut, sondern es sind Vor- und Rückblenden eines Schreibens als Überlebensstrategie.
Die Autorin Ruth Schweikert hat mit ihren sehr persönlichen Texten und Aussagen das Publikum berührt und zum Nachdenken angeregt. Quelle: Eusi Gmein - Eusi Schuel Nr. 1 / März 2021